Affenhaus

Die bestehende Affen- und Sittichanlage im Amerikatierpark Limbach-Oberfrohna befindet sich in einem baulich und funktional unwürdigem Zustand und soll daher grundlegend neu konzipiert werden.


Neben grundlegenden Überlegungen zum neuen Tierbesatz besteht bei diesem Projekt insbesondere der Anspruch, im Sinne des Zirkulären Bauens Teile des Bestands in das neue Freigehege zu integrieren in Form einer umgrünten Ruinenoptik, die im Sinne des Tierparkkonzepts an einen vergessenen Tempel im südamerikanischen Regenwald erinnern soll.


Die Bebauung aus Außengehegen, Innengehegen und Technik- und dienenden Räumen wird architektonisch durch zwei umlaufende Balken gefasst. Im Freigehege tragen schräg stehende Stahlstützen, die vegetative Assoziationen hervorrufen, diese Balkenkonstruktion.

Das Gehege wird durch eine Stahlnetzkonstruktion gesichert und wölbt sich anhand von zwei Pendelstützen über das Dach hinaus, so dass für die Tiere zusätzliche Aussichts- und Kletterpunkte geschaffen werden. Die Wand zum Parkplatz erhält ein aufgelöstes Mauerwerk, das Nischen und Schutz bietet. Dieses Material wird ebenfalls für die beheizten und belüfteten Gebäudeteile genutzt.

Funktional wird auf einen inneren Besucherraum verzichtet, stattdessen wird vor dem großen Schaufenster eine aus dem Gebäude gezogene Überdachung mit Sitzmöglichkeiten errichtet.

Das Gebäude wird zwischen Quarantäne-Station und Kassenhaus so eingeordnet, dass die beiden bestehenden Niveaus aus jetzigem Fußbodenniveau und Seeweg in das Gebäude integriert werden, d.h. das Außengehege umfasst beide Niveaus; das Schaugehege ist auf unterem Niveau eingeordnet, die dienenden Räume auf dem oberen Niveau; der Technikraum liegt dazwischen.

Sanierung und Erweiterung Affen- und Sittichhaus Amerika-Tierpark Limbach-Oberfrohna
Kategorie: Öffentlich, Innenraum, Freiraum
Bauherr: Große Kreisstadt Limbach-Oberfrohna
Entwurf: Hendrik Heine | Katja Heine
Leistungen: Objektplanung für Gebäude Lph 1-9, Objektplanung für Freianlagen Lph 1-9, Wärmeschutz, Brandschutz
Leistungsbeginn: 2024
Fertigstellung: geplant 2027
